Erneute Klage wegen angeblicher Verstöße gegen XRP-Sicherheitsgesetze

Bitcoin Manipulation Abatement LLC beschuldigt Ripple und CEO Brad Garlinghouse, beim Verkauf und Marketing von XRP gegen Sicherheitsgesetze verstoßen zu haben.

Die Anwälte eines Unternehmens namens Bitcoin Manipulation Abatement LLC haben vor einem US-Bundesbezirksgericht Klage eingereicht, in der behauptet wird, Ripple habe Investoren getäuscht und XRP als nicht registriertes Wertpapier unter Verletzung des Bundesgesetzes verkauft.

Vermarktung von XRP bei Bitcoin Revolution als nicht registriertes Wertpapier

Laut den am 1. Mai eingereichten Gerichtsunterlagen beschuldigte das mysteriöse Unternehmen mit geringer Online-Präsenz Ripple und seinen Chief Executive Officer (CEO) Brad Garlinghouse, durch den Verkauf und die Vermarktung von XRP bei Bitcoin Revolution als nicht registriertes Wertpapier mehr als eine Milliarde Dollar aufgebracht zu haben.

„…um die Nachfrage nach und damit die Gewinne aus dem Verkauf von XRP anzukurbeln, haben die Angeklagten eine Litanei falscher und irreführender Aussagen über XRP unter Verletzung der kalifornischen Wertpapiergesetze und der Gesetze über falsche Werbung und unlauteren Wettbewerb gemacht.

Bitcoin Manipulation Abatement LLC bemüht sich um „Schadenersatz“ und „andere Rechtsmittel“ im Zusammenhang mit den angeblichen Verstößen.

Dieselbe Firma reichte im November 2019 auch eine Klage über 150 Millionen Dollar gegen die Krypto-Derivatebörse FTX ein, die einen Monat später abgewiesen wurde. Hochrangige Mitglieder der Krypto-Gemeinschaft wie der CEO von Binance, Changpeng Zhao, äußerten seine Gedanken zu den Klagen und bezeichneten sie als „sehr weit hergeholt“.

Ripple steht vor langwierigem Gerichtsverfahren

Die Firma hat ihren gerechten Anteil an rechtlichen Schritten, ob kurzlebig oder nicht, wegen ihres XRP-Tokens, dem derzeit drittwichtigsten nach Marktkapitalisierung, auf sich genommen. Eine Sammelklage, die im Mai 2018 von den Anwälten des XRP-Investors Bradley Sostack eingereicht wurde – und die derzeit voranschreitet -, enthält ähnliche Vorwürfe der Täuschung von Investoren und der Verletzung von Wertpapiergesetzen.

Sostack fordert zwar Schadenersatz und Entschädigung für Gerichtskosten, doch eines seiner erklärten Ziele war die Anerkennung von XRP als Wertpapier. Ein am 25. März eingereichter Änderungsantrag deutete jedoch darauf hin, dass er seine Wetten auf die Möglichkeit absicherte, dass das Gericht sie nicht als solche anerkennen würde. Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hat zu dieser Angelegenheit noch nicht Stellung genommen.